Öko / Faire Zertifikate

Die Kleidung und Produkte bei frau többen unterliegen
den Richtlinien entsprechender Zertifikate. Wir möchten euch nur Bekleidung anbieten, bei der wir uns sicher fühlen.

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GOTS – Global Organic Textile Standard

Ziel dieses Standards ist es, Anforderungen zu definieren, um den ökologischen Status von Textilien – angefangen bei der Gewinnung textiler Rohfasern über umweltverträgliche und sozial verantwortliche Herstellung bis hin zur Kennzeichnung der Endprodukte – zu gewährleisten und dadurch eine glaubwürdige Produktsicherheit für den Endverbraucher zu erzielen. Der Geltungsbereich dieses Standards umfasst die gesamte Verarbeitung der Kleidung: Baumwollanbau, Spinnen, Stricken, Weben, Nassveredlung, Konfektion, Verpackung, Kennzeichnung sowie Handel und Vertrieb von Textilien. Diese bestehen aus mindestens 70% ökologisch erzeugten Naturfasern, denn laut der aktuellen GOTS 4.0.(2014) Version müssen die Textilen aus mindestens 70% zertifizierten Fasern aus Bioanbau hergestellt werden. Die übrigen 30% können aus synthetischen Materialien wie recyceltem Polyester bestehen. Endprodukte können unter anderem Faserprodukte, Garne, textile Flächen, Bekleidung und textile Modeaccessoires, textile Spielzeuge, Heimtextilien, Matratzen und Bettwaren sowie Hygieneartikel sein. Bei den Kriterien handelt es sich ausschließlich um obligatorische Anforderungen. Zum einen gibt der Standard Kriterien vor, die von der gesamten Betriebsstätte, in der GOTS-Waren verarbeitet werden, einzuhalten sind, während andere Kriterien spezifisch für die zu zertifizierenden Produkte gelten. Da es derzeit technisch nahezu unmöglich ist, Textilien industriell ohne den Zusatz von Chemikalien herzustellen, definiert dieser Standard Kriterien für den Einsatz von natürlichen und chemischen Textilhilfsmitteln wie z.B. Farbstoffe, Prozesschemikalien und Ausrüstungsmittel. Diese zielen auf eine Reduzierung der Umweltbelastung sowie eine Minimierung unerwünschter Rückstände auf den gemäß diesem Standard produzierten Textilien. Somit kommen nur unbedenkliche Chemikalien zum Einsatz.

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Die GOTS-Sozialstandards basieren auf den Kriterien der „International Labour Organisation“ (ILO). Diese beinhalten unter anderem ein Verbot von Zwangsarbeit, Kinderarbeit, Misshandlung und Diskriminierung und fördern gerechte Löhne, Arbeitsschutz und das Recht auf Gründung einer Gewerkschaft. Die Einhaltung der Sozialstandards wird von unabhängigen Kontrollstellen in den Betrieben vor Ort kontrolliert wird. Die International Working Group on Global Organic Textile Standard setzt sich zusammen aus vier Mitglieder-Organisationen: OTA (USA), IVN (Deutschland), Soil Association (England) und JOCA(Japan). Das GOTS-Zertifikat ist zur Zeit wohl das umfassendste und auch vertrauenswürdigste Zertifikat für ökologisch und fair produzierte Naturtextilien und hat sich in den letzten Jahren international zum Standard der Bio-Textilbranche entwickelt.

Quelle: http://www.global-standard.org/de/
Movie: http://www.global-standard.org/images/videos/GOTS4changes.mp4

 


Fairtrade

Das Fairtrade-Zertifikat kennzeichnet Güter, die aus fairem Handel stammen. Bei deren Herstellung werden bestimmte soziale und auch ökologische Kriterien eingehalten. Vergeben wird dieses Zertifikat von nationalen Organisationen, die im internationalen Dachverband Fairtrade Labelling Organizations International (FLO) zusammengeschlossen sind. Die Fairtrade-Standards für Baumwolle gelten nur für Kleinbauernorganisationen und Vertragsbauern, dadurch wird das Leben der Baumwoll-Bauernfamilien nachhaltig verbessert. Der Faire Handel gibt den Bauern und Bäuerinnen die Sicherheit, dass sie Ihre Baumwolle zu einem festen Mindestpreis verkaufen können, der ihnen hilft, die Kosten einer nachhaltigen Produktion zu decken. Die Kooperativen erhalten außerdem eine Prämie, die sie in Gemeinschaftsprojekte investieren können: wie zum Beispiel den Bau einer Schule oder eines Brunnens. Fairtrade-Produzentenkooperationen sind meist kleine Familienbetriebe, die sich in Kooperativen zusammenschließen oder Organisationen die den Bauern und Bäuerinnen gehören und die demokratisch geführt werden. Die einzige Ausnahme besteht in Indien und Pakistan: Dort gibt es einige Bauern-Gemeinschaften, die nicht in Kooperativen organisiert sind. Sie geben ihre Baumwolle weiter an ein Unternehmen, das die Baumwolle für sie weiterverkauft und das sich ebenfalls an die Fairtrade-Standards halten muss. Dieses Unternehmen ist dafür verantwortlich den Mehrerlös, der durch den Verkauf der Fairtrade-Baumwolle erzielt wurde, an die Bauern und Bäuerinnen weiterzugeben.

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Die wichtigsten Punkte der Fairtrade-Standards sind:

  • Der Fairtrade-Mindestpreis hilft den Bauern die Kosten einer nachhaltigen Produktion zu decken. Er richtet sich nach den verschiedenen Baumwoll-Qualitäten und Anbauregionen. Wenn der lokale Marktpreis über dem Fairtrade-Mindestpreis liegt, muss der höhere Preis bezahlt werden.
  • Der Fairtrade-Mindestpreis für Bio-Baumwolle ist höher, als der für konventionell angebaute Baumwolle.
  • Zusätzlich zum Fairtrade-Mindestpreis muss der Käufer eine Fairtrade-Prämie von 5 Eurocent pro Kilo Fairtrade-Baumwolle bezahlen. Die Produzenten müssen diese Prämie für Gemeinschaftsprojekte verwenden: so wie zum Beispiel in Bildungs-, Gesundheits- oder Infrastrukturprojekte. Oder auch in Kredite für die Bauernfamilien.
  • Umweltstandards verbieten den Einsatz von Agrochemikalien und schreiben den Bauern und Bäuerinnen vor, dabei nachhaltig zu produzieren.
  • Die Produzenten erhalten auf Wunsch eine Vorfinanzierung der Ernte von 60 Prozent des Vertragspreise.
  • Von alle Beteiligten der weiteren Lieferkette wird ein Nachweis über die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen verlangt. Das gilt für alle Schritte der Weiterverarbeitung wie Entkernung, Spinnen, Färben, Stricken, Weben, Konfektionieren. Ist kein Nachweis vorhanden, übernimmt FLO-CERT die Überprüfung.

Bisher fokussiert sich der Fairtrade-Ansatz auf die Baumwollbauern. Die Betriebe, die die Baumwolle weiterverarbeiten, müssen einen Nachweis erbringen, dass vor Ort die ILO-Kernarbeitsnormen eingehalten werden – dabei werden externe Nachweise anerkannt. Der Textilstandard wird einen Schritt weiter gehen: Er soll dazu führen, dass die Arbeiterinnen und Arbeiter in den Produktionsbetrieben ebenso wie die Bauernfamilien von Fairtrade profitieren. In Anlehnung an die neue Strategie für lohnabhängig Beschäftigte sollen – neben den Basisanforderungen, wie Arbeits- und Gesundheitsschutz – die Arbeiterinnen und Arbeiter innerhalb der Produktionskette gestärkt werden und ein Zeitplan zum Erreichen existenzsichernder Löhne erstellt werden.
Im Moment ist Fairtrade International dabei den neuen Standard für die komplette Wertschöpfungskette zu entwickeln, so dass nicht nur die Baumwollproduktion, sondern die gesamte Produktionskette nach Fairtrade-Kriterien ablaufen wird. Den ersten Schritt zur Standardentwicklung, das so genannte „Project assignment“, kann auf der Website von Fairtrade International nachgelesen werden. Welche Schritte generell notwendig sind, um einen neuen Standard zu entwickeln, sind ebenfalls dort zu finden oder hier „Über Fairtrade“.
Quelle: http://www.fairtrade-deutschland.de/

 


FAIR WEAR FOUNDATION

Die Fair Wear Foundation ist eine Multi-Stakeholder Initiative aus den Niederlanden, die sich aus NGOs, Unternehmensverbänden und Gewerkschaften zusammensetzt. Das Ziel der FairWear Foundation ist die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Nähereien (Konfektion). Jedes Textilunternehmen kann Mitglied in der FWF werden, das Unternehmen zahlt einen Jahresbeitrag und verpflichtet sich dadurch an der Verbesserung der Arbeitsstandards in den Konfektionsbetrieben zu arbeiten und diese auch umzusetzen. Die Regeln der FWF beinhalten unter anderem die Zahlung von existenzsichernden Löhnen, Umsetzung der Sozialstandards der ILO- Kernarbeitsnormen und jährliche Berichterstattung und Veröffentlichung von Informationen und Sozialberichten über die Mitglieder. Dies garantiert aber nicht, dass die Mitglieder von Beginn an die geforderten Sozialstandards umsetzen. Viel mehr ist die FWF eine Initiative, die die Mitgliederunternehmen bei der Verbesserung der Sozialstandards und transparenten Produktion unterstützt.

Quelle  I  Video