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Bio – Baumwolle

Baumwolle ist eine Naturfaser, die aus den Samenhaaren der Pflanzen der Gattung Baumwolle (Gossypium) gewonnen wird. Nur die langen Fasern werden, meist zu dünnen Fäden gesponnen, für Textilien verwendet. Weltweit wird nur auf 2,5 % der Agrarflächen Baumwolle angebaut, trotzdem werden circa 25 Prozent der weltweit produzierten Pflanzenschutzmittel im Baumwollanbau verwendet. Daran ist zu erkennen wie hoch die Belastung der Felder durch Pestizide und Herbizide ist. Die Bauern sind meist schlecht informiert über den Umgang und die nötigen Schutzmaßnahmen beim Einsatz dieser Pflanzenschutzmittel. Nach Schätzungen der WHO sterben jährlich circa 15.000 Menschen an diesem hohen Einsatz von Pestiziden und Herbiziden. Die großen Saatgutkonzerne wollen aber nicht nur Pflanzenschutzmittel sondern auch ihr genmanipuliertes Saatgut verkaufen. Sie wollen so verhindern, dass Bauern ihr eigenes Saatgut züchten und unabhängig sind. Also versprechen die Konzerne den Bauern, dass sie weitaus größere Ernten erzielen können wenn sie jedes Jahr dieses genmanipulierte Saatgut aussäen. Bei diesem Saatgut werden die Gene in den Samen künstlich verändert, indem in das Erbgut ein Gen von Bakterien eingebaut wird. Die Baumwollpflanze produziert dann ein neues Gift welches die Insekten tötet. Die Gefahr von Gentechnik ist, dass diese Baumwolle weitaus empfindlicher sein kann als versprochen. Ebenso ist sie nicht resistent gegen Krankheiten und es kommen neue hinzu. Außerdem benötigt genmanipulierte Baumwolle viel mehr Wasser als die alten Sorten. Dies ist in Ländern wie Indien und Bangladesh, in denen Wasserknappheit herrscht, oft ein sehr großes Problem und so kommt es immer wieder zu Missernten. Die Bauern verschulden sich immer weiter. Laut einem Bericht der indischen Zentralstelle für die Erfassung von Verbrechen (National Crime Records Bureau, NCRB) gab es von 1995 bis 2011 in Indien 290.740 Selbstmorde von Bauern, die durch die Einführung von genmanipulierten Saatgut in den wirtschaftlichen Ruin und die Armut getrieben wurden. Bio-Baumwolle hingegen wird nach festgelegten Standards angebaut. Kontrolliert biologische Landwirtschaft verbietet die Nutzung von toxischen und nicht abbaubaren chemisch-synthetischen Pestiziden und Düngemitteln, so dass Böden und Grundwasser geschont und nicht verunreinigt werden. Zudem ist die Verwendung gentechnisch veränderter Organismen untersagt. Der kontrolliert biologische Anbau strebt danach, biologisch diversifizierte landwirtschaftliche Systeme aufzubauen, die Bodenfruchtbarkeit zu regenerieren und eine gesunde Umwelt zu fördern. Die Säulen nachhaltiger Anbauweisen sind ein fruchtbarer Boden und eine Umwelt mit Blütenpflanzen, Insekten, Vögeln und anderen Tieren. Baumwollstoffe gelten als sehr hautfreundlich und haben ein äußerst geringes Allergiepotential.

Hanf

Hanf war über Jahrhunderte hinweg weltweit einer der wichtigsten Rohstoffe der Menschheit und lieferte beste Produkte. Es gibt keine Pflanze, die das Sonnenlicht schneller und nutzbringender umsetzt und auch in unserem Klima problemlos anzubauen ist. Da die Faser- und Samenbildung stark ausgeprägt ist, ist diese Hanfart dreimal so reißfest wie Baumwolle und somit ein idealer Lieferant für Textilien. Hanf wird sehr umweltfreundlich und von Natur aus organisch angebaut. Die Pflanzen sind unempfindlich gegen Insekten und gegen Krankheiten resistent, so dass keinerlei Pestizide und Herbizide gegen Unkraut benötigt werden. Außerdem wächst Hanf so schnell, dass auch der Einsatz von Kunstdünger völlig unnötig ist und erbringt dennoch dreimal soviel Fasern wie ein Baumwollfeld. Trotz ihrer hohen Festigkeit lässt sich die Hanffaser durch die Mischung mit Biobaumwolle zu weichen, glänzenden Garnen spinnen, die zu feinen und haut-freundlichen Stoffen verarbeitet werden können. Zusätzlich hat die Hanffaser durch ihre Lufteinschlüsse ähnlich wie Seide die Eigenschaft des relativen Temperaturausgleichs: sie kühlt im Sommer und wärmt im Winter.

Lyocell

Die Lyocell-Faser ist eine industriell hergestellte Faser, die aus Cellulose in einem ungiftigen, organischen Direkt-Lösemittelverfahren gewonnen wird. Grundstoff der Faser ist Eukalyptus- oder Buchenholz, das aus nachhaltiger Forstwirtschaft hergestellt wird und biologisch abbaubar ist.
Lyocellfasern werden von der Lenzing AG produziert und unter dem Markennamen Tencel angeboten und verkauft. Tencel-Fasern gibt es in verschiedenen Stärken und fühlen sich immer sehr weich und fließend an, sind dabei aber reißfest und daher langlebig.
Der Tencel Stoff hat eine außergewöhnlich glatte Oberfläche mit einem seidigen Griff. Die Faser hat ähnliche wärmende Eigenschaften wie Schurwolle, kühlt aber gleichzeitig so gut wie Leinen. Tencel nimmt z.B. 50% mehr Feuchtigkeit auf als Baumwolle und gibt diese auch wesentlich schneller wieder an die Umgebung ab. Durch diese Eigenschaft ist Tencelstoff extrem resistent gegenüber Milbenbefall und Bakterien. Auch Schimmel und unangenehme Gerüche können durch die fehlende Feuchtigkeit nicht entstehen. Somit eignen sich Tencel Stoffe hervorragend für Allergiker.

Pflanzlich gegerbtes Leder

Pflanzlich gegerbtes Leder wird mit pflanzlichen Gerbstoffen gegerbt. Vorwiegend wird mit Eichen, Fichten- und Mimosarinde, Holz der Quebracho Bäume, aber auch u.a. mit Rhabarberwurzeln oder Olivenblättern gegerbt. Die Gerbung mit pflanzlichen Stoffen gibt es seit mehr als 5.000 Jahren und war über viele Jahrhunderte die Hauptgerbart. 90 Prozent des weltweit hergestellten Leders wird mit Chrom gegerbt, denn z.B. Rhabarber anzupflanzen ist aufwändig und teuer, während Chrom vergleichsweise günstig zu haben ist. Und das ist aus ökologischer Perspektive das größte Problem der Lederherstellung. Chrom ist ein häufig auftretendes Schwermetall, das in der Natur kaum in Reinform vorkommt. Zum Gerben werden die Tierhäute in ein Gerbfass gelegt, wo sie mit Wasser und dem ungefährlichen Chrom(III) bearbeitet werden, das in geringen Mengen sogar im Trinkwasser vorkommt. Bei unsachgemäßem Gerben oder bei qualitativ schlechten Gerbstoffen können jedoch Chrom(VI)-Verbindungen entstehen, die Krebs verursachen und bei Hautkontakt Allergien und Irritationen auslösen können. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat deshalb einen Grenzwert festgelegt, wonach Lederprodukte, die einen Chrom(VI)-Gehalt von drei Milligramm oder mehr pro Kilo aufweisen, in Deutschland verboten sind.
Das meiste konventionelle Leder kommt aber aus Ländern wie China, Bangladesch, Indien und Vietnam. Und in den meisten dieser Länder ist Chrom(VI) nicht verboten. Hinzu kommt, dass in den meisten dieser Länder Umweltauflagen und Arbeitsschutzmaßnahmen nicht mit denen in der EU zu vergleichen sind und dies gefährdet die Arbeiter und Anwohner. Bei uns findet ihr pflanzlich gegerbte Lederschuhe des deutschen Labels John W. Shoes. Die Schuhe von John W. Shoes werden bei Zebra Shoes in Alicante hergestellt und es werden nur Leder aus der Abfallproduktion der europäischen Fleischindustrie verwendet.

 

2013, ZDF: eine schockierende Dokumentation über die konventionelle Lederproduktionzeigte.

Naturkautschuk

Naturkautschuk wird überwiegend aus dem Kautschukbaum gewonnen. Die auch als Latex oder Milchsaft bezeichnete Flüssigkeit wird durch das Anritzen der Baumrinde freigesetzt und in Behältern aufgefangen. Der überwiegende Anteil des Naturkautschuks wird in Plantagen in Südamerika, Asien und Afrika gewonnen.
Mittels Vulkanisation wird eine Kautschukmischung, bestehend aus Rohkautschuk, Schwefel und Füllstoffen erhitzt und zu Latex aufgeschäumt. Unser Label Grand Step Shoes bietet Sneaker mit einem Materialmix aus 86 % Naturkautschuk und 14 % Gummi an.

Soja

Die Faser besteht aus dem Pflanzeneiweiß der Sojabohne oder aus dem Eiweiß der Produktionsabfälle von Tofu, Sojamilch und Soja-Nuggets. Soja wird in einem ganz speziellen Naßspinnverfahren aus dem Protein der Sojabohne zu einer gold-gelb glänzenden, seidenweichen Faser hergestellt. Sojafasern werden häufig mit z.B. extrafeiner Merinowolle zusammen kardiert. Die Faser ist feuchtigkeitsbindend, luftdurchlässig, trocknet schnell und verfügt über eine enorme Wärmespeicherung, vergleichbar mit Wolle.

Recyclingpolyester

Die Methode des Recycling wird verwendet, um bestimmte Materialien eines Produktes wieder verwenden zu können. Ein beliebter Recycling-Rohstoff ist die PET-Flasche, die aus reinem Polyester besteht. Sie wird zermahlen und geschmolzen, um daraus textile Fasern herzustellen. Somit wird die wertvolle Ressource Erdöl nicht benötigt und auch kein neuer Abfall produziert. Diese Technik des Recycling wird in den USA schon lange für die Herstellung von Teppichen genutzt und seit ein paar Jahren auch im Textilbereich. In unserem Sortiment findet ihr recyceltes PET in Jacken und Badeshorts, z.B. von Knowledge Cotton Apparel und in der veganen Schuhlinie von John W. Shoes.

Schafswolle

Wolle ist nicht gleich Wolle. Bei der Verwendung ist es wichtig auf bestimmte Kriterien zu achten. Wir bieten ausschließlich Wolle aus kbT (kontrolliert biologischer Tierhaltung) an. KbT-Wolle muss unter anderem folgenden Kriterien unterliegen:

  • Die Tiere fressen von orga-nisch gedüngten Naturweiden und werden mit keinerlei Antibiotika behandelt.
  • Mulesing ist verboten! Dies ist ein in Australien und Neuseeland gebräuchliches Verfahren, um einen Befall mit Fliegenmaden zu verhindern. Dabei wird die Haut rund um den Schwanz der Schafe ohne Betäubung entfernt. Mehr Informationen gibt es dazu hier.
  • Die Wolle wird nicht mit Chlor (gegen Verfilzungen) behandelt.
  • Gewaschen wird die Rohwolle nur mit milden, biologisch abbaubaren Substanzen. Damit bleibt ein großer Teil des natürlichen Wollfettes erhalten. Konventionelle Rohwolle wird meistens nach der Schur mit Insektiziden besprüht, um einen Mottenbefall während des Transports zu verhindern.

Leinen

Als Leinen oder Flachs wird sowohl die Faser des Gemeinen Leins als auch insbesondere das in der Leinen-industrie daraus gefertigte Gewebe bezeichnet. Seit dem späten 19. Jahrhundert wurde Leinen in der Textilindustrie fast völlig durch Baumwolle verdrängt, gewinnt aber seit dem Ende des 20. Jahrhunderts als ökologische Naturfaser wieder an Bedeutung. Die Faser wird aus den Stängeln der Flachspflanze gewonnen und zählt zu den Bastfasern. Die Fasern bilden Bündel, im Gegensatz zu den Samenfasern der Baumwolle, die aus unverbundenen Einzelfasern bestehen. Gegenüber anderen Bastfasern ist die Leinenfaser gut teilbar und fein verspinnbar, was sie für Wäsche und Kleidung auszeichnet. Die Leinenfaser ist glatt und das Leinengewebe schließt wenig Luft ein, so ist Leinen flusenfrei und wenig anfällig gegen Schmutz und Bakterien. Die Faser ist von Natur aus bakteriozid, fast antistatisch und schmutzabweisend.
Leinen nimmt bis zu 35 % Luftfeuchtigkeit auf und tauscht diese Feuchtigkeit auch schnell mit der Umgebungsluft aus, wirkt somit kühlend, ist dennoch trocken wärmend. Deswegen wird das Gewebe gern für Sommerbekleidung eingesetzt. Die Leinenfaser ist sehr reißfest und dadurch sehr langlebig, ist aber aufgrund der geringen Elastizität knitteranfällig. Leinen kann wie Hanf sehr gut in Europa angebaut werden und ist im Unterschied zur Baumwolle bei der Produktion nicht auf Einsatz von Chemikalien (Pestizide, Dünger) angewiesen.